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Die Freude der Musik
Von: Thomas Geissler (www.linth24.ch, 08.10.2008)

Am vergangenen Sonntagnachmittag, 5. Oktober, gab die Musikgesellschaft Harmonie Weesen vor viel Publikum, ein Konzert in der Flikirche.

Es war ein sonniger, schöner und herbstlicher Tag, an dem sich etliche Menschen aufmachten, nach einem Spaziergang noch das Konzert der Harmonie Weesen in der Flikirche zu erleben.

Und der Weg lohnte sich, gaben die Musikerinnen und Musiker doch alles, um dem Publikum einen unvergesslichen Nachmittag zu bereiten. „Unser Dirigent Martin Bodenmann hat mit seinen Musikern viel Aufwand betrieben und grosses Engagement gezeigt, das heutige Konzert vorzubereiten“, so die Präsidentin der Musikgesellschaft Harmonie Weesen, Edith Bisig. Und Bodenmann und seinem Orchester war die Freude an der Musik anzumerken. Mit viel Begeisterungen spielten sie laut Plan acht Stücke. Facettenreich und vielfältig bot sich dem Publikum das Programm dar. Von 'Queens Park Melody', über die 'Baker Street', bis zu 'Double Dutch' war alles vertreten. Einzigartig war dabei das klangliche Ambiente der Kirche. Hier erschien die Musik noch eindrücklicher, noch prägnanter als z.B. im Mehrzweckgebäude der Gemeinde.

„Zugabe“

Durch die grossen Fenster der Kirche lachten die Sonnenstrahlen und die Menschen hörten gespannt auf die ruhigen Töne von 'The Rose'. Den Schlusspunkt an diesem Nachmittag sollte das Stück 'You Can't Stop the Beat' bilden. Noch einmal erfüllten kraftvolle Klänge die Kirche und der Beat war zu spüren, keiner wollte ihn stoppen. Der Beifallssturm brach nicht ab. Insgesamt herrschte eine schöne und lockere Atmosphäre in der Flikirche. Bodenmann bedankte sich für das tolle Publikum und den vielen Sponsoren, welche dieses Konzert erst ermöglichten. Ein kleines Kind, begeistert von den schönen Melodien, rief das, was alle dachten: „Zugabe, Zugabe!“ Und das Orchester legte mit 'Candle in the Wind' noch eins drauf. Lieblich und feinfühlig kam das Stück daher und anders als in der Erinnerung, wirkte es in den Mauern der Kirche eher feierlich.

Die Beifallsstürme rissen nicht ab. Die Harmonie Weesen kam um eine zweite Zugabe nicht herum, obwohl diesmal nicht erst ein Kind bitten musste. Die eigentliche Spielzeit von 45 Minuten dehnte sich zur Freude des Publikums auf eine Stunde aus. Und es war eine Stunde, welche das Wesen der Musik mitten in Weesen ausdrückte, den Menschen Freude zu bereiten.

Erfreue dich an der Musik
Von: Werner Hofstetter (www.linth24.ch)

Was wäre das Leben ohne Musik, Trist, langweilig und trostlos. Musik bringt Freude ins Leben und fördert das Wohlbefinden.

Die Musikgesellschaft 'Harmonie' Weesen spielte erstmals unter der Leitung von Martin Bodenmann. (Bild: nry)

Mit diesen Worten wurden Musikfreude zum Jahreskonzert mit Theater nach Weesen eingeladen. Martin Bodenmann hat erst im Oktober 2007 die Leitung der Musikgesellschaft Harmonie Weesen übernommen. Mit seiner aufgestellten und dynamischen Art kann er, vorwiegend jüngere Musikantinnen und Musikanten, begeistern.

Die ganze Bandbreite gezeigt

Mit den ausgewogenen Konzertvorträgen setze der Verein einige Farbtupfer in den Alltag. Präsidentin Edith Bisig durfte überaus viele Konzertbesucher und Musikfreunde in der Speerhalle begrüssen. Die Vereinsmitglieder werteten dies als Anerkennung für den grossen Einsatz des Vereins und als Sympathie zur Blasmusik. Durch den Konzertabend führte wie gewohnt sehr kompetent und charmant Nicole Kundert.

Die ausgewählten Musikstücke zeigten, die ganze Repertoirbreite des Korps, das in der dritten Stärkeklasse spielt. Als Eröffnungsstück wurde der Konzertmarsch 'Great Waldo Pepper March' vom bekannten Komponisten Henry Mancini gewählt. Mit einer lustigen Polka mit eigenartiger Melodienfolge präsentierten sich die verschiedenen Solisten. Ein besonderer Hörgenuss bot der Vortrag 'Futuro 2000' Luigi di Ghisalle machte sich seine persönlichen Gedanken in vier Abschnitte und untertitelte sie in rassig, beschwingt, besinnlich und streng. Der 'Root Beer Rag' hat gar nichts mit Bier zu tun und hätte auch kaum in einer Festhütte den richtigen Platz gefunden.

Cineastischer Ausflug


In 'Bohemian Rhapsody' viel der ungewöhnliche Melodienaufbau auf. Hier wurden die Blechbläser stark gefordert. Die Solisten beherrschten jedoch ihr Part hervorragend und sicher. Elvis Presley mischte in 'Selections from All Shook Up' Klassik, Improvisation, Rock und seine einschlägigen Melodien zu einem herrlich klingenden Medley zusammen. Die Schwingungen wechselten von einem Extrem zum andern.

Zu guter letzt tauchten die Akteure in die Filmwelt. Wie ein akustischer Wasserfall erinnerte man sich an die Begleitmusik der Jeans Bond Filme mit Gesangsausbrüchen von Tina Turner. Viel Beifall und grosse Anerkennung ernteten die Mitglieder der Harmonie Weesen für ein gut gelungenes Konzert. Das bunte Feuerwerk aus der Welt der Blasmusik wiederspiegelte eine perfekte, harmonische Wiedergabe von moderner und traditioneller Musikliteratur in seiner ganzen Klangvielfalt. Da konnte das Korps dem Drängen der Konzertbesucher nicht wiederstehen, das eine Zugabe wünschte. Diesem Wunsch kamen sie nach und präsentierten den griechischen Volkstanz 'Sorbas'.

Mim Maa sin beschte Fründ

Nach dem musikalischen Genuss wurden die Lachmuskeln strapaziert beim Schwank 'Mim Maa sin beschte Fründ', das von Regiesseurin Anita Gmür einstudiert wurde. Der Lebemann Emil sorgte andauernd für Verwirrung. Selbst Angelika Gemperli glaubte ein alter Freund gefunden zu haben. Der Dorfpolizist schnappe das Gangsterpaar das als Erpresser im Transportunternehmen Becker auftauchte. Die Musikgesellschaft Weesen hat am Samstagabend für Aug und Ohr einen unterhaltsamen Abend geschaffen. Die Besucher mussten sich keine Gedanken machen, den Musikanten-Stadel verpasst zu haben.


Der grosse Arbeitseinsatz der MGH Weesen am Gigathlon bei der Wechselzone in Weesen wurde auch in der Zeitung erwähnt, speziell sogar unser "Pensionär" Köbi Bühler.




Kirchenkonzert oder Hymne für Schumi-Fan
Von: Rita Rüdisüli (www.linth24.ch)

Zu Gospels, Spirituals, Balladen und Filmmusik lud die Musikgesellschaft Harmonie Weesen ein. Mit diesem Konzert nahm Dirigent Niklaus Hobi Abschied von Weesen.


Niklaus Hobi hat von seinen Musikanten zum Abschied ein besonderes Notenblatt erhalten

„Die Kirchenakustik ist für jede Musik eine echte Herausforderung“, erklärte die Musikpräsidentin bei der Begrüssung. Edith Bisig freute sich sichtlich, dass am späten Sonntagnachmittag so viele Musikfreunde den Weg in die Flykirche gefunden hatten. Bereits mit dem ersten Stück vermittelten die Weesner Musikanten olympischen Geist. John Williams komponierte ’The olympic spirit’ für die olympischen Spiele in Seoul. Auch das zweite Stück, ein Spiritual-Arrangement brachte für die  Kirchengäste dank der besonderen Akustik echten  Musikgenuss. Unterschiedliche Rhythmen und Tempi dirigierte Niklaus Hobi seinen  ’harmo­nischen’ Musikante. Durchs Programm führten Pastoralassistent Pawel Gorski und Pfarrerin Frieda Hirschi.

Rassige Musik  
Besonderen Applaus erntete die Querflötengruppe mit ihrem Solovortrag aus Tschaikowskis Ballett „Der Nussknacker“. Spätestens nach der fulminanten Filmmusik aus ’The Rock’, der Entscheidung ums Gefängnis Alcatraz war klar, dass der Dirigent eine Vorliebe für rassige Musik haben muss. Präsidentin Edith Bisig verriet: „Niklaus Hobi ist auch Fan von schnellen Autos. Nach jedem Schuhmacher-Formel 1-Sieg mussten wir bei Probenbeginn einen speziellen Choral spielen!“ Deshalb hat der scheidende Dirigent ein besonderes Abschiedsgeschenk erhalten: Die Musiknoten der ’Hymne für den grössten Schumifan’. Das besondere am Notenblatt im Grossformat: Die Notenköpfe sind aus den Fingerabdrücken der Mitglieder der Musikgesellschaft Harmonie entstanden, als Notenhals dienen ihre Unterschriften.  

Den Besuchern gefiel das einstündige Konzert dermassen gut, dass sie sogar eine Zugabe der Zugabe verlangten.